| Peldemühle: Eine Sanierung ist dringend erforderlich Museum Viele Kinder besuchten die historische Ausstellung / Winterfest gemacht Im nächsten Jahr wird in dem Museum eine Ausstellung über die Flachsverarbeitung zu sehen sein.
VON INGA MENNEN- Die vier Müller des Heimatmuseums Peldemühle, Gabriele Kniep, Gerd Nigg, Fidi Janssen und Sigurd Meyer, lassen ihre Mühle, wenn sie dreht, ungern aus den Augen - zu marode sind mittlerweile Teile der Mühle. "Wir wünschen uns sehr, dass eine Sanierung bald vorgenommen wird", sagt Gabriele Kniep, die auch Leiterin des Heimatmuseums in der Peldemühle ist. Das Schlimmste, was den Ehrenamtlichen passieren könnte, wäre, dass der älteste Galerieholländer Deutschlands, der 1741 gebaut wurde, stillgelegt wird. Jetzt aber drehen sich die Flügel ohnehin nicht mehr, denn das Museum hat nun Winterpause. Hoch zufrieden ist Gabriele Kniep in diesem Jahr. Nicht nur, dass 2500 Besucher das Museum und die Mühle besichtigten, vor allem konnten mit der historischen Ausstellung mehr Kinder erreicht werden. "Die Schulen kamen auf uns zu und fragten, ob wir Getreidekunde direkt in der Mühle anbieten können", sagt die Museumsleiterin. Somit wurden 400 Mädchen und Jungen die Herkunft des Getreides erklärt und gezeigt, wie es früher in der Mühle gemahlen wurde. Auch das Kinderfest, das im Rahmen der Ferienpassaktion jährlich stattfindet, lockte viele Einheimische und Gäste. "Die Kinder sind sehr interessiert - sie nehmen so viel mit aus der Ausstellung", freut sich Gabriele Kniep. Ihr Dank gilt immer noch den Berufsbildenden Schulen, denn am Tag vor dem Kinderfest hatte der Starkregen den alten Backofen außer Gefecht gesetzt und so wurden die Teigteilchen, die mit Bäcker Gerd Nigg entstanden sind, im Backstudio fertig gebacken. "Das war eine super Zusammenarbeit", sagt Kniep. Zudem bot Bäcker Gerd Nigg fünf Backtage in diesem Jahr an. Aber er braucht dringend einen Gehilfen, sonst kann der Wittmunder die Arbeit nicht mehr allein schaffen, denn Ziel ist es, die Backtage jeden ersten Sonnabend im Monat zu einem festen Programmpunkt zu machen. Interessierte, die gern in dem alten Backhaus mithelfen möchten, melden sich direkt bei Familie Nigg unter 04462 / 6240. Ohnehin benötigen die 20 ehrenamtlich tätigen Männer und Frauen Unterstützung. "Auf Dauer schaffen wir es allein nicht mehr", so die Museumsleiterin. Vor allem kleine handwerkliche Arbeiten oder Kassendienst müssen erledigt werden. Hier können sich Interessierte, die dem Museum und dem Verein gern helfen möchten, direkt bei Gabriele Kniep unter 04462 / 929241 melden. Im kommenden Jahr wird das Heimatmuseum wieder mit Neuheiten aufwarten. Die Ausstellung mit historischen Fahrrädern wird abgebaut, dafür aber wird die Flachsverarbeitung von der Pflanze bis hin zur Kleidung gezeigt. Auch eine Ausstellung über Boßeln möchte die Leiterin noch auf die Beine stellen. Das Heimatmuseum wird sich in 2012 auch auf der 950-Jahr-Feier von Barleben präsentieren und dort Brot backen. Zudem nehmen die Ehrenamtlichen das Modell der Mühle mit, um es den Bürgern in der Partnerstadt zu zeigen. Mit freundlicher Genehmigung des Anzeigers für Harlingerland. Artikel vom 03.November 2011 Ehrenamtliche in Aktion | |